Wandern auf traumhaften Wegen

Die Wanderungen im Bayerischen Odenwald zeichnen sich aus durch stille Wälder und schmale Täler. Nadelwald-Duft liegt in der Luft. Der hier vorkommende rote Sandstein prägt die Landschaft. Überall wird er Ihnen begegnen. Burgen und Kapellen wurden aus Sandstein gebaut.

Hier gibt es noch Dörfer, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Wie im Märchen taucht ein altes Gehöft, eine Burg oder Kapelle hinter dem Wald auf. Ein Hauch von Mystik begleitet Sie auf allen Wegen. Spüren Sie den Zisterzienserinnen in der Gotthardskapelle nach und nehmen Sie sich in Acht vor dem „Hellen Haufen“ des Ritters Götz von Berlichingen auf Burg Wildenberg. Ob es an der Zittenfelder Quelle war, wo der legendäre „Nibelungenmord“ stattgefunden hat?

Wer sich nach Ruhe sehnt, ist zwischen Main und Limes genau richtig. Halten Sie unterwegs immer mal inne und genießen Sie die Stille. Plätschernde Bächlein, das Zwitschern der Vögel und das Rauschen der Wälder sind im bayerischen Odenwald noch sinnlich erfahrbar.

Amorbach: Waldromantikweg – Wanderung zur Kapellruine
Ausrüstung: Festes Schuhwerk ist erforderlich.
Wegkennzeichen: A9
Ausgezeichnet mit dem Qualitätssiegel des Odenwaldklubs „Wanderbarer Odenwald“

Der Waldromantikweg führt von Amorbach auf den Sommerberg, vorbei an Neudorf zur Gotthardsruine auf dem gleichnamigen Gotthardsberg. Immer wieder eröffnen sich schöne Ausblicke auf Amorbach und die umliegenden Täler. Ein großer Teil des Weges verläuft auf dem Nibelungensteig.

Rund um Amorbach wurden Teile des Buntsandsteinweges eingebunden. An den Informationstafeln des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald erfahren die Wanderer viel Wissenswertes rund um den für Amorbach so charakteristischen roten Buntsandstein.

Zunächst wird auf stillen Waldwegen oberhalb von Amorbach das aussichtsreiche Hochplateau des Höhenortes Neudorf erklommen. Vom Hochplateau taucht man erneut in den Wald ein und wandert zum Gotthardsberg mit der beeindruckenden Gotthardsruine. Von ihrem Dach hat man einen tollen Ausblick auf ganze sieben Täler. Über einen Waldweg mit schönen Aussichtspunkten geht es zurück nach Amorbach.


Weitere Informationen:
Informationszentrum Bayerischer Odenwald
Schlossplatz 1
63916 Amorbach
Tel. +49 (0)9373 - 200574
amorbach@odenwald.de
Gotthardsruine zwischen Amorbach und Weilbach

Dauer: ca. 60 Min.
Preis: 2,50 € pro Person ab 20 Personen (mind. 50,- €)

 

Treffpunkt: direkt an der Gotthardsruine auf dem Gotthard (Parkmöglichkeiten am Altstadtparkplatz Amorbach, Aufstieg zur Ruine ca. 2 km der Markierung des Wanderwegs A9 folgend)

Festes Schuhwerk erforderlich!
Buchbar je nach Verfügbarkeit.


Auf einer etwa 100 m frei emporsteigenden Bergkuppe ca. 1 km nördlich von Amorbach liegt der Gotthard, einst Frankenberg genannt. Die auf diesem Berg stehende dreischiffige Pfeilerbasilika hat eine äußerst bewegte Geschichte. Nach der Klosterüberlieferung soll hier im 8. Jahrhundert der fränkische Gaugraf Ruthard eine Burg erbaut haben, 1138 wurde eine Kapelle, dem Hl. Godehard von Hildesheim geweiht, hinzugefügt. Später wurde anstelle der Burg auf dem Gotthard ein Benediktinerinnenkloster gegründet und 1525 im Bauernkrieg in Schutt und Asche gelegt. 1631 wurde die Kirche wieder aufgebaut, brannte jedoch nach einem Blitzschlag völlig aus. Um die Ruine vor weiterem Verfall zu schützen, wurde sie 1956 mit einem Dach versehen.

Von der Plattform des Turmes bietet sich dem Besucher ein herrlicher Blick über den Amorbacher Talkessel bis in den Spessart (7-Täler-Blick). Während der Führung erhalten Sie ebenfalls interessante Details zu den archäologischen Ausgrabungen der letzten Jahre.


Information und Buchung:
Informationszentrum Bayerischer Odenwald
Schlossplatz 1
63916 Amorbach
Daniela Achstetter
Tel. 09373 200574
achstetter@odenwald.de